1 Offenlegung der methodischen Grundlagen

Bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung 2023 sind für die SZKB folgende generelle Vorgaben relevant:

  • Die SZKB ist ab dem Geschäftsjahr 2023 zu einer Berichterstattung über nichtfinanzielle Belange gemäss OR verpflichtet.
  • Die SZKB hat sich entschieden, die Berechnung der finanzierten Emissionen in Anlehnung an den PCAF-Standard durchzuführen.
  • Die SZKB hat sich entschieden, ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung 2023 wie 2022 in Anlehnung an die GRI-Standards zu erstellen.

In Anhang 3 und 4 gibt es zu den Vorgaben «Berichterstattung über nichtfinanzielle Belange gemäss OR» und «Berichterstattung nach GRI (GRI-Index)» einen Index, mit dem aufgezeigt wird, wo die Informationen im Nachhaltigkeitsbericht zu den zu rapportierenden Punkten zu finden sind.

Für die Berichterstattung einzelner gezielter Fragestellungen kommen bei der SZKB spezifische Konzepte zum Einsatz. Dies ist insbesondere bei der Klimabilanz sowie bei der Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheitsumfrage der Fall.

Am 29. November 2020 scheiterte die «Konzernverantwortungsinitiative» am Ständemehr. Damit kam der indirekte Gegenvorschlag des Parlaments zum Zug. Dieser beinhaltet neue nichtfinanzielle Berichterstattungs- und neue Sorgfaltspflichten in den Bereichen Konfliktmineralien und -metalle sowie Kinderarbeit.

Die SZKB ist verpflichtet, ab dem Geschäftsjahr 2023 gemäss Art. 964a OR einen Bericht über nichtfinanzielle Belange zu erstellen. Diese Verpflichtung wird mit diesem Nachhaltigkeitsbericht abgedeckt.

Der Bericht muss Angaben enthalten, die zum Verständnis des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses, der Lage des Unternehmens sowie der Auswirkungen seiner Tätigkeit auf diese Themen erforderlich sind (Art. 964b OR mit weiteren Details). Dazu gehört die Rechenschaft über die Themen Umwelt, insbesondere die CO2-Ziele, Soziales, Arbeitnehmende, Menschenrechte und Bekämpfung der Korruption im In- und Ausland. Im Weiteren gelten spezifische Sorgfalts- und Berichterstattungspflichten in den Bereichen Konfliktmineralien und -metalle sowie Kinderarbeit.

Im Zusammenhang mit Konfliktmineralien und -metallen oder Kinderarbeit sind die betroffenen Unternehmen verpflichtet, im Rahmen eines Managementsystems eine Lieferkettenpolitik festzulegen und ein System zur Rückverfolgbarkeit der Lieferkette zu errichten. Die Unternehmen müssen die Risiken schädlicher Auswirkungen in ihren Lieferketten ermitteln und bewerten, einen Risikomanagementplan erstellen und Massnahmen zur Minimierung der festgestellten Risiken treffen.

Der Risikomanagementprozess der SZKB setzt sich aus fünf Phasen zusammen:

  1. Die kontinuierliche Identifizierung von relevanten Risiken und Risikotreibern.
  2. Die Einschätzung von identifizierten Risiken.
  3. Die laufende Bewirtschaftung der Risiken im Tagesgeschäft.
  4. Bei der Überwachung werden geltende Standards und Kontrollmechanismen einer Überprüfung oder Qualitätssicherung unterzogen.
  5. Die Berichterstattung vermittelt allen Hierarchieebenen einen transparenten und aktuellen Überblick über das zugrundeliegende Risikoprofil und die jeweilige Risikoposition.

Die SZKB hat 2023 ihre Risikoinventur für die ESG-Risikotreiber aktualisiert und erweitert. Die Risikoinventur umfasst alle drei Dimensionen Umwelt (Environment (E)), Soziales (Social (S)) und Unternehmensführung (Governance (G)). Die Klimarisiken bilden dabei einen integrativen Bestandteil der Dimension Umwelt.

Bei der Risikoinventur wurden die zentralen, mit Umwelt-, sozialen und Governance-Standards assoziierten Ereignisse definiert und beschrieben. Für jedes Ereignis wurden die wesentlichen Übertragungsmechanismen auf die betroffene Risikokategorie sowie die betroffenen Teilportfolien erfasst. Die Umweltereignisse sind in physische und transitorische Risken mit akutem oder chronischem Charakter unterteilt. Die identifizierten Übertragungskanäle sind detailliert beschrieben und zeigen auf, wie ESG jeden dieser Kanäle beeinflusst. Die ESG-Ereignisse und ihre entsprechenden Übertragungskanäle wurden nach ihrer Gefährdung (E=Exposure), der Wahrscheinlichkeit ihres Auf-tretens (L=Likelihood) und den Auswirkungen (I=Impact) ihres Auftretens quantifiziert (S=Score). Daraus ergibt sich ein Scoring, welches hilft, die kritischsten Übertragungskanäle zu bestimmen.

Pro Ereignis wird eine qualitative Gesamtbewertung hinsichtlich der Materialität vorgenommen und als qualitative Einschätzung beschrieben. Der gesamte Einschätzungsprozess wird einerseits für das Brutto-Gesamtrisiko und das Netto-Gesamtrisiko vorgenommen. Dabei werden die regional spezifischen Gegebenheiten der SZKB berücksichtigt, z.B. mittels der öffentlich verfügbaren Karten des Bundesamts für Umwelt (BAFU). Für die Beurteilung der Netto-Sicht wurden Massnahmen und Initiativen seitens der SZKB zur Eindämmung der dargelegten Risiken berücksichtigt.

Aufgrund des sich wandelnden Marktumfelds wurde zudem eine qualitative Einschätzung der langfristigen Tendenz, basierend auf dem bestehenden Netto-Risiko, vorgenommen.

CO2 ist ein zentraler Treiber für den Klimawandel. Neben dem Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) gibt es weitere Treibhausgase wie beispielsweise Methan oder Lachgas. Die verschiedenen Gase tragen nicht in gleichem Masse zum Treibhauseffekt bei und verbleiben über unterschiedlich lange Zeiträume in der Atmosphäre. Um die Wirkung vergleichbar zu machen, wurde mit der Masseinheit CO₂-Äquivalente (CO₂e) eine Masseinheit zur Vereinheitlichung der Klimawirkung der unterschiedlichen Treibhausgase geschaffen.

In diesem Nachhaltigkeitsbericht werden die Bezeichnungen CO2 und CO2e als gleichwertig verwendet.

In der CO2e-Berichterstattung spielen die Begriffe «Scope 1», «Scope 2» und «Scope 3» eine Rolle. Es gilt:

  1. Scope 1 umfasst direkte Treibhausgasemissionen, die aus Quellen stammen, die sich innerhalb der Kontrolle oder dem Einflussbereich des Unternehmens befinden. Dies beinhaltet typischerweise Emissionen aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Gas oder Öl in eigenen Anlagen oder Fahrzeugen.
  2. Scope 2 umfasst indirekte Treibhausgasemissionen, die durch den Bezug von externen Strom- oder Wärmeenergiequellen entstehen.
  3. Scope 3 umfasst alle anderen indirekten Treibhausgasemissionen, die nicht in Scope 1 oder Scope 2 enthalten sind. Dies sind Emissionen, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette eines Unternehmens entstehen, einschliesslich der Lieferanten, Kundschaft, des Transports, der Entsorgung und Nutzung der Produkte.

Die SZKB unterscheidet bei ihren CO2e-Emissionen zwischen betrieblichen und finanzierten Emissionen.

Die direkten und indirekten CO2-Emissionen werden in der Treibhausgasbilanz der SZKB dokumentiert. Aufgrund geschäftsbedingt verzögerter Meldungen durch vorwiegend externe Datenlieferanten bezieht sich die Treibhausgasbilanz nicht auf das gleiche Berichtsjahr wie der Nachhaltigkeitsbericht, sondern jeweils auf das Vorjahr.

Die SZKB weist neben den Scope-1- und 2-Emissionen auch Teile ihrer Scope-3-Emissionen aus dem operativen Betrieb nach ISO 14064-1 und Greenhouse Gas Protocol (GHG) aus (Vgl. Kapitel 2.4.1 «Relevanz, Zielsetzung, Konzepte und Massnahmen», Abschnitt Managementansatz) aus. Folgende Tabelle gibt einen Überblick, welche Emissionsquellen unter dem Scope 3 in der betrieblichen CO2-Bilanz der SZKB enthalten sind:

GHG Emissionsquelle Berücksichtigt Begründung
3-1 Gekaufte Güter und Dienstleistungen:    
  Papierverbrauch (Kopierpapier,
Toilettenpapier, Papierhandtücher)
Ja Mengenmässig relevant und relevant für allfällige Massnahmen.
  Druckaufträge (extern) Ja Mengenmässig relevant und relevant für allfällige Massnahmen.
  Versände Ja Mengenmässig relevant und relevant für allfällige Massnahmen.
  Verbrauchsmaterial (Karton,
Kunststoff, Folien)
Ja Mengenmässig zwar vernachlässigbar, aber
relevant für allfällige Massnahmen.
  Chemikalien Nein Keine relevanten Chemikalien vorhanden.
  Wasser Ja Mengenmässig relevant und relevant
für allfällige Massnahmen.
3-2 Kapitalgüter (Computer, Laptop,
Monitore, Handy, Telefone,
Tablets, Beamer)
Ja Mengenmässig relevant und relevant für allfällige Massnahmen.
3-3 Aktivitäten mit Energieträgern:    
3-3-a Energiebereitstellung, Vorstufen der
Kraftwerke bei Öl, Gas und Holz
Ja Relevant
3-3-b Energiebereitstellung, Vorstufen
der Kraftwerke bei Strom
Ja Relevant
3-4 Vorgelagerte Transporte und Verteilung Ja Mengenmässig relevant und relevant für allfällige Massnahmen.
3-5 Abfall aus Geschäftstätigkeiten Ja Mengenmässig zwar geringe Emissionen, aber relevant
für Massnahmen und interne Sensibilisierung.
3-6 Geschäftsfahrten (externe Fahrzeuge) Ja Mengenmässig und für Massnahmen relevant.
3-7 Pendelfahrten Ja Mengenmässig und für Massnahmen relevant.
3-8 Vorgelagerte Leasinganlagen Nein Keine vorhanden bzw. schon in Scope 1-2 integriert.
3.9 Transporte und Verteilung der
verkauften Güter
Nein Keine vorhanden
3-10 Weiterverarbeitung von
verkauften Gütern
Nein Verkaufte Dienstleistungen verursachen keine Emissionen
3-11 Nutzung von verkauften Gütern Nein Verkaufte Dienstleistungen verursachen bei
der Nutzung kaum Emissionen.
3-12 Entsorgung von verkauften Gütern Nein Verkaufte Dienstleistungen verursachen bei
der Entsorgung kaum Emissionen.
3-13 Nachgelagerte Leasinganlagen Nein Keine vorhanden bzw. schon in Scope 1-2 enthalten,
da es zum Kerngeschäft gehört.
3-14 Franchisen Nein Keine vorhanden
3-15 Investitionen Nein Hier handelt es sich um finanzierte Emissionen, zu welchen
sich in den Kapiteln 3 Stossrichtung verantwortungsvolles
Finanzieren und 4 Stossrichtung verantwortungsvolles
Anlegen und in diesem Anhang Informationen finden.

 

Die SZKB hat im Berichtsjahr keine CO2-Zertifikate gekauft oder Emissionen gehandelt und es erfolgten kein Abbau von Produktionskapazitäten sowie keine grösseren Auslagerungen von Prozessen.

Die SZKB hat sich entschieden, die Berechnung der finanzierten Emissionen in Anlehnung an den PCAF-Standard durchzuführen.

PCAF steht für «Partnership for Carbon Accounting Financials» (Partnerschaft für die Bilanzierung von Kohlenstoffemissionen im Finanzsektor). PCAF ist eine globale Initiative, die im Jahr 2019 ins Leben gerufen wurde. Das Hauptziel von PCAF besteht darin, einheitliche Standards und Methoden für die Bilanzierung von Treibhausgasemissionen zu entwickeln. Dadurch soll es insbesondere Banken ermöglicht werden, ihre Emissionen zu quantifizieren, Zielsetzungen zur Emissionsreduktion zu entwickeln und ihre Fortschritte transparent zu kommunizieren.

PCAF hat sieben Hauptkategorien für die Bilanzierung von Treibhausgasemissionen im Finanzsektor festgelegt. Die Kategorien sind:

  • Börsennotierte Aktien und Unternehmensanleihen
  • Unternehmenskredite und nicht börsennotiertes Eigenkapital
  • Projektfinanzierung
  • Gewerbeimmobilien
  • Hypotheken
  • Kraftfahrzeuge
  • Staatsschulden

Die PCAF-Kategorien Projekte und Finanzierung von Kraftfahrzeugen sind für die SZKB nicht wesentlich, weil die SZKB diese Art von Geschäften nicht anbietet. Im Bereich Leasing vermittelt die SZKB jedoch Kundinnen und Kunden an eine darauf spezialisierte Partnerfirma.

Die SZKB hat im Berichtsjahr erstmals die Treibhausgasemissionen auf ihrem Ausleihungsportfolio (Scope 3, Kategorie 15) berechnet. Die Berechnung der Emissionen hat sich an den globalen Standards des Greenhouse Gas Protocol (GHG) sowie des Partnership for Carbon Accounting Financials (PCAF) orientiert. Die SZKB hat ihr Finanzierungsportfolio den folgenden PCAF-Klassen zugeteilt.

  • Hypotheken (selbstgenutzte Wohnimmobilien und Eigentumswohnungen)
  • Gewerbeimmobilien (restliche Hypothekarfinanzierungen mit Grundpfand, exkl. Landwirtschaft)
  • Unternehmensfinanzierungen (restliche Ausleihungen, inkl. Landwirtschaft)

Diese Zuteilungen weichen von den bei der SZKB üblicherweise verwendeten Definitionen ab.

Obwohl die SZKB auch einzelne Finanzierungen im Energiebereich vornimmt, hat die SZKB diese wegen des tiefen Volumens vereinfachend in den Gewerbeimmobilien und Unternehmensfinanzierungen abgebildet.

Bei fehlenden Werten wurde für die Berechnung auf externe öffentliche Datenquellen zurückgegriffen. Wo immer noch Daten zur Berechnung unvollständig waren, wurden aufgrund der bekannten Werte Durchschnittswerte hergeleitet und übernommen. Der PCAF Data Quality Score bildet die durchschnittliche Qualität der verwendeten Daten ab.

Die ausgewiesene Emissionsintensität bezieht sich auf Scope-1- und Scope-2-Emissionen der Finanzierungen. Die SZKB berechnet derzeit keine Scope-3-Emissionen der Finanzierungen. Die finanzierten Emissionen für die Hypotheken und Gewerbeimmobilien wurden mit den vom PCAF zur Verfügung gestellten Emissionsfaktoren in kgCO2/m2 (Score 4) des Jahres 2020 berechnet (gemäss PCAF-Empfehlung, da aktuellere Faktoren noch einen provisorischen Status aufweisen). Die finanzierten Emissionen für die Unternehmensfinanzierungen wurden mittels den vom Beratungsunternehmen zeb berechneten und zur Verfügung gestellten Emissionsfaktoren kgCO2e/Tausend Franken Umsatz (PCAF Score 4) ermittelt. zeb hat diese Emissionsfaktoren auf Basis der Schweizer Emissionsstatistik, der nationalen Input-Output-Tabelle und der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung berechnet, welche nur die Scope-1- und Scope-2-Emissionen berücksichtigen. Wenn keine Umsatz- oder Bilanzdaten der Unternehmen verfügbar waren, wurden die Emissionen mittels der PCAF-Score-5-Berechnungsmethode berechnet. Bei der Berechnung der finanzierten Emissionen wurden fehlende Daten mit Durchschnittswerten und Schätzungen ergänzt.

Die SZKB weist die finanzierten CO2-Emissionen ihrer SZKB Ethikfonds aus.

Die SZKB greift für die Beurteilung von Nachhaltigkeitskennzahlen, insbesondere Klimakennzahlen, auf Daten des Nachhaltigkeitsspezialisten ISS ESG zurück. ISS ESG ist ein auf ESG-Lösungen spezialisiertes Tochterunternehmen der 1985 gegründeten Institutional Shareholder Services (ISS) Gruppe. Die Sparte beschäftigt 610 Angestellte und erfasst nebst Nachhaltigkeitsratings für Unternehmen und Fonds auch Klimadaten von über 37'000 Unternehmen.

Die ISS-ESG-Methodik zur Messung und Beurteilung des Klimafussabdrucks von Anlageportfolios beinhaltet ca. 800 sektor- und subsektorspezifische Modelle. Dadurch kann jeweils ein besonderer Fokus auf Faktoren gelegt werden, welche für das spezifische Geschäftsfeld besonders relevant sind.

Die ISS-ESG-Methodik umfasst folgende Schritte:

  1. Sammlung der vom Unternehmen selbst angegebenen Emissionen: Hierzu werden unterschiedliche öffentliche Quellen genutzt, etwa Nachhaltigkeitsberichte, Bloomberg-Umfragen, CDP, Investor Relations.
  2. Evaluierung und Validierung dieser Angaben, nötigenfalls deren Verwerfen: Die erhaltenen Datenpunkte werden auf ihre Vertrauenswürdigkeit hin geprüft anhand von Kriterien wie. Abweichungen zu historischen Daten, Abweichungen zwischen Quellen, externe Validierung, Erfahrungen des Unternehmens in der Klimadatenerfassung.
  3. Schätzung der Emissionen von Unternehmen, welche keine Angaben zur eigenen Treibhausgas-Emission machen: Hierzu werden sektor- und subsektorspezifische Modelle verwendet.
  4. Beurteilung der Scope-3-Emissionen: Die Scope-3-Emissionen jedes Unternehmens werden je nach unternehmensspezifischem Sektorprofil mit a) einem wertschöpfungskettenorientierten Bottom-Up-Prozess, b) einem produktorientierten Top-Down-Prozess oder c) einem peergrouporientierten Prozess modelliert.
  5. Zuordnung der Unternehmensemissionen zu Portfolios: Treibhausgasemissionen der Unternehmen werden gemäss dem «Ownership Principle» ähnlich wie Vermögenswerte des Unternehmens aliquot seinen Eigentümerinnen und Eigentümern, also den Aktionärinnen und Aktionären, zugewiesen. Bei der Ermittlung der gewichteten Treibhausgasintensität wird auf die Empfehlungen des TCFD zurückgegriffen. Dazu werden die Emissionen je Umsatzdollar mit dem Portfolioanteil des spezifischen Unternehmens multipliziert.

Die SZKB hat sich entschieden, ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung ab dem Geschäftsjahr 2023 wie bereits 2022 in Anlehnung an die Global Reporting Initiative (GRI) zu erstellen.

GRI ist ein weltweit anerkanntes Framework für Nachhaltigkeitsberichterstattung. Es wurde entwickelt, um Unternehmen und Organisationen dabei zu unterstützen, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen transparent und umfassend zu kommunizieren. Die wichtigsten Merkmale der GRI-Richtlinien sind:

  1. Die GRI-Richtlinien sind ein umfassender Ansatz und decken eine breite Palette von Nachhaltigkeitsthemen ab, darunter Umweltleistung, soziale Auswirkungen, Arbeitspraktiken, Menschenrechte, Governance und vieles mehr.
  2. Ein zentraler Grundsatz der GRI-Richtlinien ist das Konzept der Materialität. Unternehmen sollen die Nachhaltigkeitsthemen identifizieren, die für ihre Geschäftstätigkeit und Stakeholder am relevantesten sind und über diese Aspekte berichten. Dadurch wird eine gezielte und fokussierte Berichterstattung ermöglicht.
  3. Die GRI-Richtlinien bieten einen Leitfaden zur Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten. Sie definieren einen Satz von Indikatoren und Kennzahlen, die Unternehmen verwenden können, um ihre Leistung zu messen und zu berichten.

Die SZKB hat 2023 zusammen mit einem spezialisierten Beratungsunternehmen eine Kundenzufriedenheitsumfrage mit folgenden Eckwerten durchgeführt:

  • Befragungszeitraum: 4. Mai – 24. Mai 2023
  • Eingeladene Kundinnen und Kunden: 10'986
  • Rücklaufquote: Privatkunden 11%, Private Banking Kunden 18%, Gewerbe-/Firmenkunden 12%.
  • Erhebungsmethodik: Online nach brieflichem Anschreiben.

Die SZKB hat 2023 eine Mitarbeitendenzufriedenheitsumfrage (MAZU) durchgeführt. Der Befragungszeitraum erstreckte sich vom 12. Juni 2023 bis 7. Juli 2023. Zur Umfrage wurden 520 aktive Mitarbeitende eingeladen, wovon 496 Personen – dies entspricht einer Rücklaufquote von 87% – an der Umfrage teilgenommen haben. Die MAZU wurde elektronisch und vollständig anonym und im Benchmark-Vergleich mit 15 anderen Finanzdienstleistern – davon 8 Kantonalbanken – durchgeführt. Es wurden rund 90 Fragen in verschiedenen Kategorien – den sogenannten Einflussgrössen – gestellt. Die Einflussgrössen waren unter anderem das eigene Team, die Zusammenarbeit, die eigene Führungskraft, die Strategie der SZKB, die Prozesse und Abläufe, die Vergütung und die zur Verfügung gestellten Arbeitsmittel. Aus den Antworten der Umfrageteilnehmenden wurden die sogenannten Zielgrössen wie Zufriedenheit, Arbeitgeberattraktivität, keine Resignation, Weiterempfehlung der SZKB und Commitment ermittelt. Die Zielgrössen reflektieren insgesamt, wie zufrieden, engagiert und motiviert die SZKB-Mitarbeitenden sind und wie sie die Attraktivität der SZKB als Arbeitgeberin einschätzen.