SZKB-Immo-Studie: Wohnraum bleibt knapp − und wird stetig teurer
Das tiefe Zinsniveau, das knappe Angebot sowie die konstante Zuwanderung treiben im Kanton Schwyz die Immobilienpreise weiter nach oben. 2025 verzeichnete der Kanton schweizweit überdurchschnittliche Preiszuwächse bei Wohneigentum. Auch die Mieten sind erneut deutlich gestiegen.
Der Kanton Schwyz wächst seit Jahren kontinuierlich. Jährlich ziehen rund 1’200 Personen mehr zu als weg. Diese Dynamik stärkt Wirtschaft und Arbeitsmarkt, verschärft jedoch die Situation auf dem Wohnungsmarkt. Der Nachfrageüberhang führte 2025 zu spürbaren Preisaufschlägen – sowohl bei Wohneigentum als auch bei Mietwohnungen.
Überdurchschnittliche Preisanstiege bei Wohneigentum
Die Preise für mittlere Eigentumswohnungen stiegen 2025 im Kanton Schwyz um +9.3% (Schweiz: +4.5%). Noch deutlicher fiel der Anstieg bei Einfamilienhäusern mit +11.8% aus (Schweiz: +5.4%). Damit wies Schwyz bei Eigentumswohnungen den höchsten Preisanstieg aller Kantone aus und lag bei Einfamilienhäusern an zweiter Stelle.
Gleichzeitig bleibt das Angebot knapp: Im vierten Quartal 2025 lag die Angebotsquote bei 1.4% für Eigentumswohnungen und bei 1.1% für Einfamilienhäuser – jeweils unter dem Schweizer Durchschnitt und unter dem Mittel der letzten zehn Jahre.
Mietwohnungsmarkt weiterhin angespannt
Auch die Angebotsmieten legten 2025 deutlich zu. Im Kanton Schwyz stiegen die inserierten Mieten um +4.8%, während sie schweizweit um +1.3% zunahmen. Auf eine ausgeschriebene Wohnung kommen durchschnittlich neun Suchende. Die Leerwohnungsziffer lag im Juni 2025 bei tiefen 0.52% (Schweiz: 1.00%) und zählt damit zu den niedrigsten Werten landesweit.
Eine leichte Entlastung könnte vom Mietwohnungsbau ausgehen: Nach dem starken Anstieg 2024 hat der Mietwohnungsbau zwar nachgelassen, seit Ende 2025 zeichnet sich jedoch wieder eine Zunahme ab: Mit rund 600 baubewilligten Mietwohnungen lag das geplante Bauvolumen im Mittel der vorangegangenen zehn Jahre und 11% über Vorjahresquartal. Insgesamt dürfte die hohe Standortattraktivität des Kantons die Nachfrage jedoch weiter stützen. Entsprechend ist auch 2026 mit steigenden Preisen und Mieten zu rechnen – wenn auch mit etwas geringerer Dynamik.