PMI SZ 2026/Q2 - Schwyzer KMU: Stimmung hellt sich auf breiter Front auf
Die aktuelle PMI-Studie vom Amt für Wirtschaft des Kantons Schwyz und der Schwyzer Kantonalbank (SZKB) zeigt: Die vorerst beruhigte geopolitische Lage hat im zweiten Quartal zu einer deutlichen Aufhellung der Stimmung bei den Schwyzer KMU geführt. Die Werte von Industrie und Dienstleistungen liegen über der Wachstumsschwelle von 50. Insgesamt sind die Werte aber weniger optimistisch als die gesamtschweizerischen. Ein wesentlicher Treiber auf kantonaler und nationaler Ebene sind die Produktionssteigerungen, die im Vorquartal flau beziehungsweise rückläufig waren.
Der PMI Kanton Schwyz, 2. Quartal 2026, in Kürze
Industrie
- Höherer Auftragsbestand führt zu mehr Zuversicht.
- Produktion wächst erstmals seit einem Jahr wieder.
- Lieferfristen weiterhin erhöht.
Dienstleistungen
- Neuaufträge erholen sich deutlich.
- Einkaufspreise steigen weiterhin.
- Beschäftigung stagniert.
Industrie - Zuversicht nimmt zu
Im zweiten Quartal hat sich die Wachstumsdynamik des Schwyzer Industriesektors verstärkt. Hervorheben kann man die deutliche Erhöhung der Produktionsleistung. Zudem hat der Auftrags-bestand weiter zugenommen. Trotz der geopolitischen Entspannung bleiben die Lieferfristen weiterhin erhöht. Im Index wird dies als positiver Faktor berücksichtigt. Im aktuellen Umfeld dürfte dieser aber eher negativ wirken. Die Lagerbestände entwickelten sich unterschiedlich. Ebenfalls deutlich angezogen haben die Einkaufspreise. Die höhere Beschäftigung und Einkaufsmenge lassen aber darauf schliessen, dass die Zuversicht zugenommen hat.
Dienstleistungen - Ausrutscher ausgebügelt
Nachdem im Vorquartal erstmals seit knapp drei Jahren ein Wert unter der Wachstumsschwelle erzielt wurde, hat sich der Dienstleistungssektor erholt. Der Auftragsbestand erhöhte sich weiter und die Neuaufträge haben wieder an Dynamik zugelegt. Die Produktion wurde gleichzeitig deutlich erhöht. Die Beschäftigung stagniert weiterhin wie bereits im Vorquartal. Zudem hat sich der Druck auf die Margen verstärkt: Die Einkaufspreise sind stärker gestiegen als die Verkaufspreise. Die höheren Einkaufspreise dürften den Dienstleistungssektor aber weniger stark belasten wie den Industriesektor.